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Meinungen zur Storchenstation in Berne (Landkreis Wesermarsch).

Es ist schon viel über die Storchenstation geschrieben worden. In der Presse sowie im Internet.

Der Leiter der Storchenstation  Herr Udo Hilfers versucht mit allen Mitteln die Rechtfertigung der Station durch zu setzen. Er geht soweit, dass er Anträge an den Landkreis Wesermarsch stellte um einen natürlichen Fluss die „Berne“ für alle anderen Bürger sperren zu lassen. 

Leider haben die Politiker im Landkreis der Sperrung  zugestimmt. Diese Entscheidung ist von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Berne mit Unverständnis aufgenommen worden.

Dieser Fluss wird von Wasserwanderern und anderen Bootsliebhabern genutzt, für Freizeit und Hobby.

Es gibt viele Wasserwanderer die in Hude ihre Boote einsetzen und bis zur Hunte oder in Gegenrichtung fahren möchten.

Der Leiter der S-Station versucht die Sperrung des Flusses damit zu begründen, dass die Störche gestört werden und auffliegen, wenn Boote an den Nestern vorbeifahren. Es ist nichts passiert als wir mit einigen Booten vorbei fuhren. Vor der Sperrung.

Das wäre ein Zeichen das die Störche die dort betreut werden, menschenscheu aufwachsen. Was für ihr weiteres Leben bedrohlich ist, denn auf dem Weg in ihre  Winterquartiere, wenn sie denn noch dort hinfliegen, werden sie unterwegs mit vielen Menschen konfrontiert. Bei Ihrer Nahrungsaufnahme würden die scheuen Störche dann verhungern.

Das der Leiter der Station, die direkt am Ufer stehenden Bäume unberechtigter Weise mit Storchennestern bestückt hat, wird verschwiegen.

Die Bäume gehören dem Entwässerungsverband und dürfen nicht eigenmächtig für private Zwecke genutzt werden. Lt Entwässerungsverband.

Das Anbringen von weit über 20 Nestern an den Bäumen, die auf sehr engem Raum stehen ist unnatürlich. Ein Weißstorch würde nie sein Nest seitlich an einem Baum errichten, denn er will sein Nest von allen Richtungen gegen den Wind anfliegen. Der Storch ist ein Segelflieger.

Durch unüberlegtes Handeln, die Nester direkt an das Ufer des Flusses zu bauen, bringt Herr Hilfers die Störche in unverantwortlicher Weise in Gefahr. Die Störche können nun bei Rangeleien und Revierkämpfen im Nest, ins Wasser fallen.

Die Nester hätten weiter vom Ufer entfernt aufgestellt werden müssen. Dieses wurde vom Bürger- u. Heimatverein Berne e.V. (BHVB) mehrmals vorgeschlagen. Herrn Hilfe wurde Hilfe von uns beim Nestbau an einem anderen Ort angeboten.

Um die Storchenzucht intensiv betreiben zu können, denn aus der Storchenpflegestation ist mittlerweile eine Storchenzuchtstation geworden, ignoriert der Stationsbetreiber die Interessen anderer Bürger in allen Belangen. (Sehr egoistisch)

Er unterstellt  dem Bürger- und Heimatverein Berne e.V. (BHVB) Starrsinnigkeit, weil dieser die Bevölkerung nach ihrer Meinung  zur Sperrung der „Berne“ gefragt hat. Über 700 Bürger sprachen sich gegen eine Sperrung aus. Denn auch sie möchten ihr Hobby ausüben und alle Wasserwege in und um den Ort Berne befahren. Berne ist in der glücklichen Lage den Touristen /Wassersportlern und Wasserwanderern gute Möglichkeiten zu bieten, den Ort und Umgebung per Boot zu erkunden. Leider ist dieses nicht mehr möglich was bei vielen Menschen auf Unverständnis stößt.

Der BHVB setzt sich für die Interessen aller Bürger ein.

Herr Hilfers versucht seine Storchenzuchtstation mit unkorrekter Wiedergabe von Äußerungen des Vorsitzenden des BHVB ins rechte Licht zu setzen. (Hilflosigkeit)

Der BHVB würdigt die ehrenamtliche Arbeit des Leiters der S-Station die er in der Pflege von   verletzten    Störchen leistet.

Aber nachdem die Störche gesund gepflegt wurden, sollten sie  ausgewildert werden.

Das was Herr Hilfers in seinem Gehege veranstaltet hat nichts mit Arterhaltung zu tun. Im Gegenteil dieses wird vom Naturschutzbund Deutschland e. V. (NABU) abgelehnt. (Die Aussagen des NABU sind aus einer - Resolution die uns vorliegt). 

Der NABU fordert das Gehegestörche während der Zugzeiten ihrer natürlich lebenden Verwandten, in geschlossenen Räumen (nicht nur in Volieren) unterzubringen sind. Und zwar vom 1. August bis zum 30. September und vom 1. Februar bis 30. Mai jeden Jahres.

In der Station werden frei lebende und kranke Störche gefüttert, das ist laut (NABU) nicht im Sinne der Arterhaltung. Auch die Nachzucht von Störchen wird lt. NABU abgelehnt.

Diesen Nachzuchten fehlt größtenteils das natürliche Zugverhalten und sie zeigen auch sonst weitere Verhaltensabnormitäten. Daher stellen sie eine Bedrohung für die restliche noch wildlebende Weißstorchpopulation dar. 

Das Freilassen von Nachzuchten in Landschaften die diesen majestätischen Vogel nicht mehr ernähren können, ist kein Artenschutz, sondern Tierquälerei lt. NABU.

Wichtiger ist die konsequente Erhaltung, Pflege und Entwicklung von geeigneten Lebensräumen in den angestammten historischen Brutgebieten.

In einem Zeitungsartikel der Nordwest - Zeitung vom 10.09. 2002 wird über die Äußerungen des Herrn Dr. Reinhard Löhmer, Wissenschaftler und Zoologe in  Hannover berichtet. Herr Löhmer war Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Weißstorchbetreuer  Nordwestdeutschland.

Herr Dr. Löhmer sagt, die Einrichtung habe sich von einer Betreuungsstation zu einer „Fütterungsstation entwickelt, mit der Folge einer unnatürlichen Koloniebildung von inzwischen rund 40 Brutpaaren (2002).

Mit der „Produktion von Störchen“ würden biologische Prozesse „manipuliert“ nach Meinung des Zoologen.

Wir hoffen dass die Gemeinde - Berne, der Landkreis - Wesermarsch und der Stedinger Entwässerungs- Verband sehr schnell zu einer einheitlichen Meinung kommen, und die freie Fahrt mit den Booten auf dem Fluss Berne wieder erlauben.  Dieses Thema sollte bis zur nächsten Wassersportsaison  abgeklärt sein.

Die Storchenzuchtanstalt sollte wider zu einer Storchenpflegestation werden, in der verletzte Störche gesund gepflegt werden, bis zur Auswilderung.

Das die Bürger und Bürgerinnen in dem Berner Ortsteil Glüsing sich gegen die Errichtung eines Parkplatzes für Busse und PKW vor der S-Station aussprechen, sehen wir als völlig korrekt an. Wir werden mit allen uns gegebenen Möglichkeiten die Glüsinger unterstützen. Sie sollen in Ruhe und Frieden leben können, sie sollen keine Angst um die Gesundheit ihrer Kinder haben müssen, denn der ansteigenden PKW- und Busverkehr durch Besucher der Station, ist besorgnis erregend.
 
Wenn Herr Hilfers die Nester vom Fluss entfernen würde und den von ihm gewünschten Parkplatz auf seiner eigenen Weide bauen lassen würde, mit einer Zufahrt von der Hauptstraße „Berner Deich“ wären alle Streitigkeiten aus dem Weg geräumt.

Dies alles wäre möglich bei ein wenig Kompromissbereitschaft und weniger Starrsinn seitens des Stationsbetreibers.


Manfred Tholen


Bericht aus der Nordwest-Zeitung Nr.7 vom 09.01.2009


27 Weißstörche tummelten sich am Donnerstag auf einer Weide in der Nähe der Storchenpflegestaion in Glüsing. Nach Angaben der Station kommen die Tiere,die im Herbst 2008 auf den Zug in den Süden verzichtet haben und nun zugefüttert werden, gut mit den Minusgraden klar.

Ist das Arterhaltung, im Sinne des Tierschutzes ???